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Viele Menschen tragen den Wunsch nach einem Bildungsabschluss still mit sich – und wissen gleichzeitig nicht, warum sie damals aufgehört haben zu lernen. Der britische Philosoph Alan Watts hat eine Antwort darauf gegeben, die heute aktueller ist denn je.

Unser Beitrag als Podcast

Worum geht es in diesem Artikel?

Lernen hört selten aus Unvermögen auf. Meistens fehlt das richtige Umfeld und die richtige Haltung. Wer das versteht, kann seinen Bildungsweg neu beginnen.


Das Wichtigste vorab zusammengefasst

  • Lernstopp hat meist keine intellektuellen, sondern emotionale Ursachen – Angst vor Versagen, Druck und fehlende Wertschätzung
  • Alan Watts lehrte, dass echtes Lernen dann gelingt, wenn es aus innerer Motivation entsteht – nicht aus Angst oder Zwang
  • Der zweite Bildungsweg ermöglicht es, einen Schulabschluss deutlich schneller nachzuholen als im öffentlichen Schulsystem
  • Wir bei Dr. Roland bieten drei flexible Unterrichtsformen: Direktunterricht, Online-Unterricht und Fernunterricht
  • Unsere Infoabende helfen dabei, den individuell passenden Weg zur Matura oder Berufsreifeprüfung zu finden
Kind ärgert sich über den Schulalltag
Leistungsdruck und die Angst vor Fehlern hemmt Freude und Neugier am Lernen

Warum hören Menschen auf zu lernen?

Lernstopp entsteht fast nie aus Unvermögen. Er entsteht aus Angst, Druck und dem Gefühl, nicht gesehen zu werden.

Alan Watts beschrieb Bildungssysteme, die auf Leistungsdruck aufgebaut sind, als Systeme, die das natürliche Neugierverhalten des Menschen systematisch unterdrücken. Wer in der Schule nur funktionieren soll, verliert irgendwann die innere Motivation.

Das ist kein persönliches Versagen – es ist eine logische Reaktion auf ein Umfeld, das Angst vor Fehlern schürt statt Freude am Denken. Wir erleben das täglich: Viele, die zu uns kommen, sind nicht gescheitert – sie haben eine Schule verlassen, die nicht zu ihnen gepasst hat. Das ist ein entscheidender Unterschied.

Wer war Alan Watts …

Alan Watts war Philosoph, Autor und – je nach Perspektive – der unterhaltsamste Mensch, der je über Zen gesprochen hat. Der Brite landete in den 1950er Jahren in Kalifornien, schrieb über östliche Weisheit für westliche Köpfe und wurde dabei so populär, dass seine Vorträge bis heute millionenfach gehört werden.

In einer Zeit, in der Leistung und Funktionieren als höchste Tugenden galten, stellte er eine unbequeme Frage: Wozu das alles? Sein Kerngedanke zum Lernen war denkbar einfach – wer lernt, um Angst zu vermeiden, lernt nie wirklich. Wer lernt, weil ihn etwas interessiert, kommt irgendwo an.

… und was sagt er über echtes Lernen?

Watts unterscheidet zwischen Lernen als Mittel zum Zweck und Lernen als lebendiger Prozess – und nur Letzteres führt zu dauerhaftem Erfolg.

Lernen ist also dann echt, wenn es aus Neugier entsteht – nicht aus der Angst vor einer schlechten Note oder dem gesellschaftlichen Druck, einen Abschluss vorweisen zu müssen. Er beschrieb das Paradox: Je mehr wir Lernen erzwingen, desto mehr verlieren wir den Zugang dazu. Echtes Verstehen entsteht, wenn wir uns dem Stoff öffnen können – ohne Bedrohung, aber mit klarer Struktur.

Diesen Gedanken leben wir in unserem Unterricht: Wir schaffen ein Umfeld, in dem Fragen willkommen sind, Fehler Teil des Weges sind und jede lernende Person als Individuum wahrgenommen wird. Wer die Maturaschule in Wien sucht, die auf persönliche Betreuung setzt, findet bei uns genau das.

Welche Rolle spielt Angst beim Wiedereinsteigen?

Angst vor dem Scheitern ist das größte Hindernis beim Wiedereinstieg ins Lernen – aber sie lässt sich durch das richtige Umfeld überwinden.

Wer nach Jahren wieder in die Schule zurückkehrt, bringt oft mehr mit als nur Wissenslücken: Er bringt Erinnerungen an Misserfolg, das Gefühl, nicht gut genug zu sein, und die Sorge, ob das überhaupt noch geht. Watts nannte diese Angst „resistance“ – den inneren Widerstand, der uns davon abhält, etwas Neues zu wagen.

Der entscheidende Schritt ist nicht, diese Angst zu ignorieren – sondern sie anzuerkennen und trotzdem zu beginnen. Unsere Lehrenden sind darauf vorbereitet, Menschen in genau dieser Situation zu begleiten. Wertschätzung ist bei uns kein Versprechen, sondern gelebte Praxis.

Mythen und Fakten zum Lernen als erwachsener Mensch:

Mythos Fakt
Ich bin zu alt, um noch die Matura zu machen. Lernende bei Dr. Roland sind zwischen 16 und 50+ Jahren. Alter ist kein Hindernis – fehlende Begleitung schon eher.
Ich habe damals versagt – das wird wieder so sein. Ein früherer Schulabbruch sagt nichts über Ihre Fähigkeiten aus. Er sagt etwas über das damalige Umfeld.
Ich habe keine Zeit neben Beruf und Familie. Online- und Fernunterricht ermöglichen es, Lernen flexibel in den Alltag zu integrieren – ohne feste Präsenzpflicht.
Der Stoff ist nach so vielen Jahren zu schwer. Unser Unterricht baut gezielt von den Grundlagen auf. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Wie gelingt der Wiedereinstieg ins Lernen konkret?

Ein erfolgreicher Wiedereinstieg braucht drei Dinge: eine klare Struktur, flexible Rahmenbedingungen und ein Umfeld, das trägt.

Wer die Matura nachholen möchte, steht vor einer konkreten Frage: Welcher Weg passt zu meinem Alltag? Bei Dr. Roland gibt es drei Unterrichtsformen, die sich an den Lebensrealitäten der Lernenden orientieren – nicht umgekehrt. Ob Direktunterricht in Wien, Online-Kurs oder Fernunterricht: Der Bildungsabschluss ist in deutlich kürzerer Zeit erreichbar als im öffentlichen Schulsystem.

Wer gezielt die AHS Matura nachholen in Wien möchte, findet bei uns ein klar strukturiertes Programm mit persönlicher Begleitung – von den Grundlagen bis zur abschließenden Prüfung.

Gruppe von Menschen in verschiedenen Alter
Generationsübergreifendes Lernen kann motivierend sein

Was ist der Unterschied zwischen AHS-Matura und Berufsreifeprüfung?

AHS-Matura und Berufsreifeprüfung führen beide zur vollen Studienberechtigung. Der Weg dorthin unterscheidet sich je nach Vorbildung und Ziel.

Die AHS-Matura umfasst mehr Fächer und richtet sich an Personen, die einen breiten allgemeinbildenden Abschluss anstreben. Die Berufsreifeprüfung, auch bekannt als Berufsmatura Wien, besteht aus vier Prüfungsfächern und ist auf jene zugeschnitten, die bereits über einen beruflichen Abschluss verfügen.

Beide Wege sind mit uns möglich – welcher der richtige ist, hängt von der persönlichen Ausgangssituation ab.

Fazit

Alan Watts hat treffend beschrieben, was viele Menschen am eigenen Lernen erleben: Der Stopp kommt nicht aus Unvermögen, sondern aus einem Umfeld, das nicht passt. Wer diesen Zusammenhang versteht, kann neu ansetzen – mit dem richtigen Rahmen, der richtigen Begleitung und einem klaren Ziel.

Wir von der Maturaschule Dr. Roland sind seit über 90 Jahren Ihr Begleiter auf der Karriereleiter. Wir freuen uns darauf, Ihren Neubeginn zu begleiten.

Fotos: freepik.com

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