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Wissen vermitteln und Begeisterung wecken: diese Eigenschaften machen einen guten Lehrer aus!

Ein Beispiel hierfür ist Zeki Müller aus der deutschen Komödie Fack ju Göhte. Wer kennt ihn nicht? Den vorlauten Aushilfslehrer mit Charme und einem anfangs nicht sichtbarem Talent Schüler erfolgreich zu unterrichten. 

Der von Elyas M’Barek gespielte Lehrer ist eigentlich ein Prolet wie er im Buche steht. Große Klappe, streitsüchtiges Verhalten und keinerlei Respekt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellt sich jedoch heraus, dass er es erfolgreicher, als seine Lehrerkollegen jemals, schafft die allseits bekannte Chaosklasse 10b in den Griff zu bekommen. So lanciert er zum Liebling der Schüler und schafft es den Kindern den Lernstoff spielerisch und schnell beizubringen. Sein Geheimnis? Sein guter Draht zu den Schülern. Zusätzliches Fachwissen, als auch die Leidenschaft für das Unterrichtsfach müssen selbstverständlich auch vorhanden sein.

Gute Lehrer zu haben ist wichtig. Denn wer seine Lehrer mag, der geht motivierter in den Unterricht, entwickelt mehr Interesse für den zu lernenden Stoff und strengt sich dementsprechend auch stärker an, als in anderen Fächern. Kurzum: Gute Lehrer sind nicht nur sympathisch, sondern verbessern auch die schulischen Leistungen ihrer Schüler!

Was sagen Bildungswissenschaftler?

Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie hat vor einigen Jahren ein Buch herausgebracht, das die pädagogische Welt elektrisierte. Unter dem Titel Visible Learning widmete er sich der wichtigsten Frage innerhalb der Bildungsforschung: was macht guten Unterricht aus? In der Beantwortung dieser Frage kommt Hattie zu dem Schluss, dass weder kleine Klassen noch offener Unterricht oder alternative Bildungsmodelle zählen. Wichtig ist primär der Lehrer bzw. die Lehrerin.

In einer gigantischen Studie mit über 250 Millionen befragten Schülerinnen und Schülern ging Hattie deswegen der Frage nach, welche Eigenschaften einen guten Lehrer ausmachen. In der Beantwortung der Frage nennt er Fachwissen und große Begeisterung, Bauchgefühl und Empathie sowie ein geschultes Auge für die individuelle Entwicklung der Schüler. Lehrer müssen ehrliches Interesse an den jungen Menschen haben, die sie unterrichten. Sie sollen erkennen, wo einzelne Schüler stehen, welche Stärken und Schwächen sie haben und wie sie möglichst optimal unterstützt werden können.

Darüber hinaus braucht ein guter Lehrer Geduld und Standhaftigkeit. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann nämlich ebenso anstrengend sein wie Diskussionen mit den dazugehörigen Eltern. Gerade in den Gesprächen an Elternabenden und Sprechtagen stecken Lehrer oft viel Kritik ein. Hattie spricht deswegen auch Kritikfähigkeit als zentrale Eigenschaft an. Neben fachlicher Kompetenz spielen auch menschliche Eigenschaften eine zentrale Rolle. Vor allem müssen Lehrer sich in die Lage der Schülerinnen und Schüler versetzen, die sie unterrichten. Jeder erwachsene Mensch war auch mal jung (und in der Schule). Es ist deswegen wichtig, die Gedanken und Emotionen Heranwachsender zu verstehen und zu respektieren.

Lehrerinnen und Lehrer: wichtiger Stellenwert im Leben ihrer Schüler?

Es bleibt festzuhalten, dass kein Mensch perfekt ist. Wie bereits bekannt, ist auch ein Zeki Müller nicht perfekt. Doch die richtige Mischung macht’s. Ein Lehrer, dem es gelingt viele der genannten Eigenschaften in sich zu vereinen, kann erfolgsversprechend unterrichten und den Schülern wichtige Erkenntnisse für das Leben vermitteln. So kann der Pädagoge auch noch weit über die Schulzeit hinaus im Gedächtnis bleiben.