Für alle Sportskanonen bietet der Turnunterricht Gelegenheit sich auszutoben, sich zu messen und jede Menge Spaß zu haben. Für die Unsportlichen unter uns gibt es hingegen viel Potenzial für unangenehme Situationen und die Gefahr sich lächerlich zu machen. In keinem anderen Schulfach wird die Leistung so öffentlich erbracht und bewertet, wie im Sportunterricht. Stellt man sich ungeschickt an oder kann mit den Leistungen der anderen nicht mithalten, führt das schnell zur Ausgrenzung, Hänseleien und Gelächter. Für einige sind diese negativen Erfahrungen so einschneidend, dass sie auch lange danach keine Freude an Sport und Bewegung finden können.

 

Abwechslung muss her

 

Was Auswahl und Vielfalt der Sportarten betrifft, gibt es in vielen Fällen wohl Verbesserungsbedarf. Oftmals kommt es vor, dass das Jahr über fast nur Fußball gespielt wird und im Sommer eventuell Leichtathletik auf dem Programm steht. 

Randsportarten wie Baseball oder Ultimate Frisbee werden für gewöhnlich kaum berücksichtigt. Das liegt allerdings nicht zwangsläufig an den Lehrern, sondern kann auch auf Mangel an geeigneten Sportplätzen oder fehlenden Equipment zurückzuführen sein.

 

Eine zentrale Rolle für die Qualität des Sportunterrichts nehmen die Sportlehrer ein – insbesondere bei der Beurteilung und Förderung. Diese sollten Schüler motivieren und loben. 

 

Wird der Sportunterricht abwechslungsreich gestaltet, fair benotet und von einem enthusiastischen Lehrer gehalten, kann dies eine Bereicherung für jeden Schüler sein und folglich dazu motivieren auch außerhalb der Schule Sport zu treiben.