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Ob #MeToo oder #SheToo – Sexuelle Belästigung ist verboten!

Sexuelle Belästigung ist nach wie vor ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Ein Problem vor dem wir die Augen nicht verschließen dürfen. Immer wieder wird von sexuellen Übergriffen – hier zählen sowohl verbale als auch physische Angriffe als sexuelle Belästigung – an vorwiegend Frauen berichtet. Ob in der Politik, in Hollywood, in der Musikszene oder am Bahnsteig auf dem Weg zur Schule oder Arbeit, die #MeToo-Debatte hat noch längst nicht geendet. Zwar bezog sich dieser Hashtag 2017 vorwiegend auf den Weinstein-Skandal – US-Filmproduzent wurde mehrfach sexuelle Belästigung vorgeworfen –, doch er hätte schon vor 100 Jahren gegolten und wird noch eine sehr lange Zeit für täglich stattfindende Nötigungen und gewaltvolle Übergriffe stehen. Die #SheToo-Bewegung richtet sich an die jüngsten Belästigungsvorwürfe in den USA gegen Frauen.

Eine Dunkelziffer

Wie groß die Dunkelziffer ist, ist nicht bekannt, da über die Übergriffe nicht gemeldet werden. Hierzu kann man nur Vermutungen aufstellen, ob aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, als „Opfer“ dazustehen oder nicht ernstgenommen zu werden. Die Gründe können so unterschiedlich sein wie sie wollen, doch das dürfen sie nicht. Das ist nichts wovor man sich schämen sollte! Sollte sich eine Person in dieser Situation wiederfinden, sollte sie Maßnahmen ergreifen und den Täter nicht einfach davonkommen lassen, denn er wird wieder ein neues Ziel finden.

Was zählt aber als sexuelle Belästigung?

„Ein der sexuellen Sphäre zugehöriges Verhalten, das die Würde einer Person beeinträchtigt oder dies bezweckt und für die betroffene Person unerwünscht, unangebracht oder anstößig ist ...“

So das Zitat der Arbeiterkammer nach dem Gleichbehandlungsgesetztes am Arbeitsplatz.

Hier noch einige konkrete Punkte aufgelistet:

  • Berührungen der zur unmittelbaren Geschlechtssphäre gehörigen Körperbereiches

(Griff zwischen die Beine, Berührung der Brust - auch über Kleidung)

  • Intensive Berührung einer der Geschlechtssphäre zuzuordnenden Körperstelle (Gesäß, Oberschenkel, Lippen)
  • Anzügliche Witze oder Anmerkungen über sexuelles Verhalten im Privatleben
  • Eindeutige verbale Äußerungen
  • Exhibitionistische Handlungen

Gegen sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt an Schulen, kämpft der Verein „Samara“ an. Samara bietet für PädagogInnen einen Fortbildungsworkshop zur Prävention von sexueller Gewalt im Schulalltag an.

Was tun, wenn man sich in so einer Situation vorfindet, oder jemanden kennt, dem es passiert ist?

  • Den Belästiger darauf aufmerksam machen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist und auffordern aufzuhören
  • In der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen
  • Bei dem Frauennotruf/Notruf anrufen und um Hilfe bitten
  • Die Polizei anrufen
  • Wenn der Übergriff am Arbeitsplatz stattfand, an die Gleichbehandlungsanwaltschaft wenden
  •  

Quellen:

https://www.praevention-samara.at/praevention/angebot-fuer-paedagoginnen/

https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/Arbeitsklima/Sexuelle_Belaestigung.html

https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/gesundheit/dein-koerper-dein-recht/rechtsinformationen-sexuelle-belaestigung.html

https://diepresse.com/home/panorama/wien/5438150/Sexuelle-Belaestigung-gegen-ExGruenePolitikerin-Sigi-Maurer