Wenn sich bereits im Halbjahreszeugnis die ersten Fünfer ankündigen, sind Schüler und Eltern oft ratlos. Doch was tun? „Weiterwurschteln“, die Klasse wiederholen oder sogar die Schule wechseln? Matthias Roland, unser Schulleiter, rät Betroffenen, nicht voreilig zu handeln: „Wer überlegt, die Schule zu wechseln, sollte das laufende Schuljahr auf jeden Fall fertig machen. Im Fall des Besuchs einer modularen Oberstufe ist auch ein Semesterzeugnis anrechenbar! Ich empfehle jedoch, die Energie nur in jene Fächer zu investieren, die auch positiv abgeschlossen werden können. Bei einem Wechsel ins Externistenwesen wird die gesamte Vorbildung angerechnet, Zulassungsprüfungen zur Externistenreifeprüfung müssen dann nur in den negativen Fächern und über negative Semester absolviert werden.“ Schüler, die in der 7. Klasse dennoch in der Halbzeit in die Maturaschule wechseln, können das verloren geglaubte Schuljahr in sogenannten Septimanerklassen abfangen und ihre Ausbildung in der geplanten Zeit abschließen. „Das neue Semester der Septimanerklassen startet im März 2018, das Schuljahr dauert ein Jahr. Wenn die Schülerinnen und Schüler alle Zulassungsprüfungen bestehen, können sie wie geplant im Mai 2019 zur Matura antreten“, so Roland. Auch Teile einer bereits abgelegten Matura bzw. eine vorwissenschaftliche Arbeit können im System der Externistenreifeprüfung angerechnet werden. Eine intensive persönliche Beratung und Betreuung hilft dabei, die Ausbildungszeit deutlich zu verkürzen. Roland erklärt abschließend: „Der Vorteil des Externistensystems liegt in der Möglichkeit, die Gegenstände nacheinander zu absolvieren und sich so auf ein Fach nach dem anderen zu konzentrieren.“ Also ihr Lieben, Kopf hoch. Es gibt immer einen Weg!