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Kennst DU DEN neuen DUDEN?

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Aus Textsammlungen, die auf Zeitungsartikeln, Romanen aber auch Gebrauchsanweisungen basieren, filtern Computerlinguisten neue Begriffe heraus. Übrig bleibt eine scheinbar endlose Liste, aus der nach bestimmten Kriterien schließlich Kandidaten ausgewählt werden. Fast wie bei einer Castingshow á la Heidi Klum. Von Bedeutung sind dabei aber weniger Größe und Gewicht, als viel eher deren häufige Präsenz in den klassischen, digitalen und sozialen Medien.

Und die Sieger heißen ...
Vor allem die öffentliche politische Debatte spiegelt sich im Duden wider. So haben es Begriffe wie „Brexit“, „Fake News“, „Flüchtlingskrise“, „Willkommenskultur“, „Lügenpresse“, „Volksverräter“, „Hasskriminalität“ sowie „Kopftuchstreit“ in das Nachschlagewerk geschafft und auch der Wutbürger erfreut sich darüber, ab sofort sein weibliches Pendant, die „Wutbürgerin“, neben sich zu vorzufinden.

Wir meinen, höchste Zeit wurde es für die Aufnahme des „Selfies“ und seinen Partner, den „Selfiestick“, das unverzichtbare „Tablet“ um „Instagram“ zu checken wie ebenso die dazugehörigen, kunterbunten „Emojis“. Wenn wir schon beim Thema Technologie sind, darf die kreative Wortverschmelzung „Phablet“ (Phone + Tablet), also ein Handy mit übergroßem Display, nicht fehlen. Nomen wie Facebook und Tinder werden einer Desubstantivierung unterzogen – also zu Verben verändert – und sind ab sofort unter „facebooken“ und „tindern“ angeführt. Das bestrafende „entfreunden“ ist zwar bisher nur für die Onlinewelt definiert, wurde schließlich aber auch schwarz auf weiß im Duden festgehalten.

In Sachen Mode wurde das Nachschlagewerk um einen „Undercut“, „Hoodie“ und „Jumpsuit“ reicher. Die schlanken Esstrends „Veggie“, „Low Carb“ und „Flexitarier“ steuern nun ebenso ihren Beitrag zur Fülle des Buches bei.

Ihr fragt euch, ob es noch mehr „Tüddelkram“ (das neue Wort für Unwichtiges) gibt, der es in den Duden geschafft hat? Vielleicht bekommt ihr einen „Wow-Effekt“, wenn Ihr die nächste „fancy“ „Abrissparty“ „verpeilt“, weil ihr bei eurem „Roadtrip“ zu lange „rumgeeiert“ habt und euch deshalb nichts Anderes übrigbleibt, als „chillig“ das Programm von „Netflix“ „durchzuzappen“. Aber das ist nicht allzu tragisch, denn „Hygge“ ist sowieso meistens zu Hause. Den Begriff kennen wir übrigens aus Dänemark, welcher dort die Heimeligkeit als Lebensprinzip beschreibt.

Ihr seht also, wir haben jede Menge neue Begriffe, mit denen wir unser „Kopfkino“ fortan füllen können.

PS: Wusstet Ihr, welches das derzeit längste Wort im Duden ist? Die „Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung“ schafft es mit 44 Buchstaben auf Platz eins.

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