Dieses macht sich gerne vor Referaten und mündlichen Prüfungen bemerkbar, also in Situationen, wenn es darum geht, vor Publikum zu sprechen. Eines ist gewiss - dieses Gefühl kennt jeder! Wer das bestreitet, lügt. Manche können ihre Nervosität aber besser verstecken als andere. Selbst viele Popstars geben zu, bei Konzerten unter Lampenfieber zu leiden. Das gehört einfach zur menschlichen Natur. Wir geben dir Tipps, wie auch du diese Angst kontrollieren kannst. Achtung, kontrollieren – nicht bekämpfen oder gar besiegen. Denn, ob ihr es glaubt oder nicht, die Natur hat sich bei dem Phänomen des Lampenfiebers etwas gedacht. So dient es eigentlich als Schutzmechanismus um fluchtbereit zu sein, wenn Gefahr droht. In diesem Zustand sind unsere Sinne nämlich besonders geschärft. Wir sind konzentrierter und bestrebt, unser Bestes zu geben. So schlecht ist Lampenfieber also gar nicht. Aber trotzdem nervt es und wir wollen uns die Nervosität nicht anmerken lassen.
Das könnt ihr also tun:

Vorbereitung ist das A und O
Nimm dir genügend Zeit, um Stoff und Thematik ausführlich zu studieren. Denn je besser du dich auskennst, umso sicherer fühlst du dich. Übe dein Referat laut vor dem Spiegel oder sage dir die Antworten auf mögliche Prüfungsfragen vor. Es ist etwas anderes, die eigene Stimme zu denken oder sie tatsächlich zu hören.
Wenn der Tag X schließlich gekommen ist, sei rechtzeitig in der Schule, damit du genügend Zeit hast, um vor Ort alles in Ruhe vorbereiten zu können.

Sei in Bewegung
Bewege dich, bevor es ans Reden geht. Ein paar Treppen steigen oder ein kurzer Spaziergang sind schon ausreichend, um Lampenfieber zu reduzieren.

Flüssigkeit gegen Heiserkeit
Trinke ausreichend Wasser um Mundtrockenheit vorzubeugen, denn durch die Aufregung wird weniger Speichel produziert. Eine Tasse Tee mit Honig hilft zudem bei einer belegten Stimme.

Herzklopfen wegatmen
Gezielte Atemübungen können Wunder bewirken. In der Regel atmen wir unwillkürlich. Aber gerade in Angstsituationen solltest du dich bewusst darauf konzentrieren. Atme langsam, ruhig und gleichmäßig durch die Nase ein, halte einige Sekunden die Luft an und atme wieder aus. Legst du dabei eine Hand auf den Bauch, wird die meditative Wirkung noch intensiver.

Mut tut gut!
Sprich dir Mut zu! Erinnere dich selbstt daran, wie lange du dich vorbereitet hast. Du hast dich mit dem Thema intensiv beschäftigt, es kann eigentlich gar nichts schiefgehen. Visualisiere das Gelingen deines Auftritts und das Bestehen der Prüfung.

Zitternde Hände brauchen etwas zu Spielen
Karteikarten, ein Stift oder einfach ein schlichtes Gummiringerl können ein nervöses Zittern wunderbar kaschieren. Auch durch Gestikulieren sind die Hände beschäftigt und du wirkst automatisch authentischer.

Suche Verbündete
Konzentriere dich auf bekannte, nette Gesichter. Diese werden dir das Reden erleichtern. Gelangweilte Zuhörer mit unfreundlichen Blicken haben deine Aufmerksamkeit gar nicht verdient.


Im Grunde ist ein Referat nichts anderes als ein Gespräch. Und als solches solltet ihr es auch wahrnehmen. Plaudert mit euren Zuhörern und verabschiedet euch von dem Vortrag-Gedanken. Probiert unsere Tipps aus und es wird euch immer leichter fallen, vor Publikum zu sprechen. Ein Geheimnis zum Schluss: Die Zuhörer nehmen euer Lampenfieber meistens gar nicht wahr.