Wandel der Berufswelt

Eine Einteilung der Berufe in drei Gruppen hilft dabei sich einen besseren Überblick zu verschaffen:

1.    Die erste Gruppe sind Jobs, die gänzlich automatisiert werden können und daher nicht mehr benötigt werden. Dazu gehören Hilfs- und Routinetätigkeiten im Arbeiter- oder Angestelltenbereich, die durch Algorithmen und intelligente Maschinen ersetzt werden: Etwa Regalbetreuer, Erntehelfer, LKW-Fahrer, Rechtsassistenten.

2.    Der zweite und größte Bereich sind Berufsbilder, deren Inhalte sich digital wandeln und neudefinieren, wie etwa der Lehrberuf der Einzelhandelskauffrau hin zur E-Commerce-Fachkraft.

3.    Und schließlich das Feld der neuen Berufe, die vor allem im Bereich der Informationstechnologie entstehen werden, wie Softwareingenieure und Datenschutzexperten, oder auch Social-Media-Manager und Drohnenführer.

Branchenentwicklung

Das spiegelt auch die erwartete Branchenentwicklung laut AMS Statistik wider, nach der besonders für die IT-Branche bis 2023 ein starker Zuwachs vorhergesagt wird.

Wichtig ist, dass viele Berufe nicht zwangsläufig verschwinden, sich aber zumindest aufgrund der Digitalisierung verändern und an die neuen Technologien anpassen werden. In Zeiten der schnellen und umfangreichen Veränderungen gestaltet sich die klassische, langfristige Karriereplanung zunehmend schwieriger, da die Berufsbilder ständigem Wandel unterliegen.

Arbeit in Menschenhand

Für die Zukunft aussichtreiche Berufsfelder beinhalten vor allem Tätigkeiten, die mit komplexen Beziehungsinhalten zu tun haben, strategisches Erschaffen und unvorhersehbare Ad-hoc-Problemlösung betreffen (wie etwa in sehr vielen handwerklichen Berufen), sich mit rechtlichen Rahmen und ethischen Vorgaben beschäftigen: Nicht unberührt vom Digitalen, aber definitiv nicht übernommen.

Ob man den prophezeiten Veränderungen nun positive oder negative entgegensieht, ist jedem selbst überlassen. Schlussendlich sollte man aber nicht vergessen, dass sich längst nicht alle Vorhersagen als zutreffend herausstellen. Denn wie heißt es noch gleich: „Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.“

https://derstandard.at/2000078804017/Welche-Jobs-bleiben-welche-verschwinden

https://derstandard.at/2000077886120-1381369560201/Gute-Aussichten-am-Arbeitsmarkt