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Die digitale (Bildungs-)Revolution

Alles ist in Bewegung – auch der Informationstransfer. Die traditionellen, klassischen Medien werden von den schnelllebigen, digitalen abgelöst. Auch Kinder und Jugendliche bleiben von dieser Neukonstituierung der Gesellschaft nicht unberührt. Digitale Mediengeräte und -angebote werden fleißig genutzt und sind für junge Menschen kaum noch wegzudenken. Wie könnte man sonst mit seinen Freunden kommunizieren – ganz ohne Facebook oder WhatsApp;-) Die digitale Revolution bringt auch neue Rahmenbedingungen für die schulische Bildung. Immer häufiger wird angestrebt, die digitale Medienbildung zu fördern, damit jedes Kind die Schule digital kompetent verlassen kann. Dieses Vorhaben gestaltet sich jedoch nicht so einfach.

Nicht nur hierzulande, sondern weltweit befasst man sich mit diesem Thema und mit den damit verbundenen Herausforderungen für die Bildungspolitik. Tatsächlich bleibt der Einsatz von digitalen Medien an den Schulen hinter den Erwartungen zurück. Man hört und liest immer wieder von „digitaler Bildung“, „digitalem Unterricht“ oder „digitaler Schule“. Doch was bedeutet das genau? Lässt sich Bildung digitalisieren? Nein – im Grunde geht es darum, sich mithilfe digitaler Geräte digital weiterzubilden. Viele Vorteile, die wir im Alltag durch die Digitalisierung ziehen, könnten auch für Schulen – vor allem für Schüler – relevant sein. Zugang für alle oder individuell zugeschnittene Lernmodelle wären solche Vorteile. Gerade in einer Zeit der Flüchtlingskrise könnten sich neue Systeme als überaus hilfreich erweisen. 

 

Die „School of One“ in den USA zeigt, wie das aussehen könnte. Etwa 90 Schüler sitzen im Mathematikunterricht, lernen und üben einen Stoff aus 10.000 digitalisierten Lerneinheiten. Die Lehrer sitzen vor Bildschirmen mit farbigen Tabellen und allen Schülernamen. Ein Ampelsystem zeigt an, wenn ein Schüler mit seinem Lernprogramm nicht mehr vorankommt und Unterstützung braucht. Dies eignet sich natürlich vor allem für Fächer wie Mathematik oder Sprachen. 

 

Die Persönlichkeitsbildung der Kinder kann jedoch nicht durch so ein System ersetzt werden – ganz klar. Doch dies kennen wir ohnedies bereits. Immerhin lernen wir in der Maturaschule Dr. Roland auch mit einer eLearning-Plattform: YaClass! Das Online-Tool hilft Schülern Herausforderungen in verschiedenen Fächern zu meistern. Bei einem Fehler erklärt YaClass den Weg zur richtigen Lösung – wie ein Lehrer, nur eben online. Die Plattform dient als „helping hand“ und bietet einen umfangreichen Pool an Lernmaterialien und Tests. Für jeden Schüler, Lehrer oder auch Elternteil, der einen Computer oder Smartphone besitzt, ist dies natürlich praktisch. Wir sind nicht mehr abhängig von Ort und Zeit. Wir können jederzeit, von jedem Ort aus darauf zugreifen und uns „bilden“. Auch wenn wir uns das nur ungern eingestehen. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir selbst am besten, in welchem Fach noch Übungen notwendig wären. 

 

Die Digitalisierung birgt, wie jedes Thema, ihre Chancen und Risiken. Vielmehr sollten wir darüber nachdenken, wie wir die Digitalisierung so gestalten können, dass sie uns in unserem täglichen Leben und bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen unterstützt. Sie lässt sich ohnehin nicht aufhalten. Wie hat die Technologie euren Alltag erleichtert oder unterstützt? Welche Geräte könnt ihr euch nicht mehr wegdenken? Wie vernetzt seid ihr?